BALKAN BEATS
Freitag 04.11.2005 20h
AUSSTELLUNGS-& GALLERIE JUBILÄUMSPARTY
20H Eröffnung Gallerie :
Im Rahmen des Berlin Photography Festivals zeigt ABEL Neue Kunst:
"OUT OF BOSNIEN"

mit Arbeiten von Alen Hebilovic und Sahin Sisic Medium: Fotografie und Video
Dauer der Ausstellung: 05.11. bis 10.12.2005
Aus Anlaß der Ausstellung erscheint der Katalog "Out of Bosnien" mit Fotografien von Alen Hebilovic und u.a. mit Texten von Matthias Reichelt und Lith Bahlmann
http://www.abelneuekunst.de

23H PARTY:
FÜNF JAHRE ABEL
BALKAN BEATS
Ukrainische und bosnische Emigranten in Deutschland machen tanzbare Beats aus dem Balkan populär. Schon die Beschreibung der Musik klingt so erfrischend wie die Musik selbst: Zigeuner-Punk, Balalaika-Rock, postsowjetischer Dancefloor, Klezmer-Ska. Was bisher nur ein paar verdrehte Liebhaber interessierte, erfreut sich inzwischen unter dem Namen Balkan Beats wachsender Beliebtheit: die Volks- und Dorfmusik der Balkanstaaten in elektronisch sanft aufgepeppter Form. Einwanderer wie der Bosnier Robert Soko oder die Ukrainer Wladimir Kaminer und Yuriy Gurzhy starteten in ihrer neuen Heimat Berlin Tanzabende für Landsleute. Robert Soko mit seinen Balkan Beats schon vor 13 Jahren, die beiden Ukrainer begannen vor fünf Jahren und nannten ihre Abende Russendisko. Gleichzeitig besann sich der Frankfurter Downbeat-Produzent Shantel auf seine ukrainischen Wurzeln und begann, Musik aus der Heimat seiner Gross-eltern mit elektronischen Mitteln weiterzuentwickeln.
Musik aus dem Balkan bietet sich für eine tanzboden-taugliche Aufarbeitung geradezu an: Seit jeher haben deren Einwohner slawische, jüdische, orientalische und Zigeunermusik in ihre eigenen Weisen aufgenommen, ohne sich stilistisch festzulegen. Shantels Album «Bucovina Club» Volume 2 (Essay/Rec-Rec) ging von null auf Platz eins der europäischen Weltmusik-Charts, auch der Sampler «Balkan Beats» (Eastblok/RecRec) stieg direkt in die Top Ten ein, und die «Russendisko»-Reihe (Trikont/RecRec) geht schon in die zweite Runde. Manche der auf den Samplern vorgestellten Bands sind hierzulande bereits bekannt, wie «die schnellste Blaskapelle Rumäniens», Fanfare Ciocarlia, das serbische Boban Markovic Orkestra und die schweizerisch-makedonische Formation Ssassa. Andere sind überraschende, spannende Entdeckungen, zum Beispiel die kroatischen Radikalkomiker LET3 oder Nogu Svelo, die lustigste Band Moskaus.
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